Bunte Koalition stellt den neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Uni Kassel

Kassel – In der Sitzung des Kasseler Studierendenparlaments am 22. Juli 2016 wurde ein neuer AStA gewählt. Dieser setzt sich zukünftig aus Vertreter*innen der Juso-Hochschulgruppe Kassel und Witzenhausen, der Unabhängigen Linken Liste (LiLi), der Unabhängigen Liste Witzenhausen und der Liste „Die LISTE“ der Partei „Die PARTEI“ zusammen.

Der AStA ist die gesetzlich verfasste Vertretung aller 24.385 Studierender der Universität Kassel und hat u.a. die Aufgabe, die Studierenden in hochschulpolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten zu vertreten, politische Bildung zu fördern und auch die kulturellen Interessen der Studierenden zu unterstützen. Dafür verfügt er über einen beitragsfinanzierten Haushalt in niedriger siebenstelliger Höhe.
Zur Wahl erklärt Chris Bauer (Jusos), der neu gewählte AStA-Vorsitzende: „Wir freuen uns, in der neuen Koalition wieder Vertretungsarbeit im Sinne der Studierenden der Uni Kassel leisten zu können. Insbesondere stehen wir klar gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und weitere Formen gruppenbezogener Diskriminierung an der Universität und werden mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen dagegen eintreten. Wichtige prüfungsrechtliche Errungenschaften wollen wir erhalten, auf einen Ausbau von Lernräume an der Uni drängen und die Rechte studentischer Hilfskräfte stärken. Auch den Ausbau des sehr beliebten Kulturtickets wollen wir vorantreiben und baldmöglichst mit neuen, spannenden Kooperationspartner*innen in Kontakt treten.“
Mark Bienkowski von der LiLi, der sich künftig um Mobilität und studentische Infrastruktur kümmern wird und den zweiten Vorsitz innehat, ergänzt: „Vor allem die Erweiterung der studentischen Mobilität wird für uns in der kommenden Legislaturperiode ein Hauptanliegen sein. Konkret wollen wir die Studierenden über eine Erweiterung des Semestertickets auf ganz Hessen abstimmen lassen und das Votum anschließend auch umsetzen. Auch die Netzreform der KVG werden wir kritisch begleiten und wo auch immer möglich Einfluss nehmen, um ein attraktives Angebot für die Studierenden sicherzustellen. Die soziale Verträglichkeit des Semesterbeitrages steht dabei immer an erster Stelle!“
Auch die Öffentlichkeitsarbeit will der zukünftige AStA ausbauen und so sichtbarer werden. Jan Schuster von der Liste „Die LISTE“, der zu Beginn des Wintersemesters die Öffentlichkeitsarbeit des AStA übernehmen wird, dazu: „Mit der Wiederbelebung des Öffentlichkeitsreferates sollen die Studierenden erfahren, welch Vielfalt an Beratungsangeboten, Kulturveranstaltungen und Projekten ihnen Angeboten werden und was viele engagierte Kommiliton*innen im AStA und anderen Gremien für sie leisten. Auf unterschiedlichsten Wegen werden wir die Studierenden dorthin bringen, wo sie abgeholt werden wollen und wir freuen uns hierbei auf die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzteam, das wir für unsere Koalition auserwählt haben“
Anne Bertram von der Unabhängigen Liste Witzenhausen erklärt abschließend: „Gerade für Studierende aus Witzenhausen, die nicht von allen Angeboten der verfassten Studierendenschaft profitieren können, konnten wir erreichen, dass im neuen AStA eine Stelle geschaffen wird, die sich explizit mit den Belangen der Witzenhäusener*innen beschäftigt und vermehrt auch Angebote an den Standort Witzenhausen holen wird. Das freut uns sehr.“
Der AStA war die letzten beiden Legislaturen rot-grün besetzt. Durch die neue, buntere Besetzung erhoffen sich die beteiligten Gruppen frischen Wind und neue Konzepte in der Studierendenvertretung.
Juso Hochschulgruppe Kassel und Witzenhausen

Unabhängige
Linke Liste

Unabhängige
Liste Witzenhausen

Die Liste
„Die LISTE“ der Partei „Die PARTEI“ an der UKV (ausgeschrieben)

Jusos wieder stärkste Kraft im Sudierendenparlament

Liebe Menschen,

Wir sind als stärkste Gruppe aus der Wahl hervorgegangen und möchten uns auf diesem Wege bei Euch allen für Eure Stimme und das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir betrachten das Ergebnis trotz gewisser Einbußen als Bestätigung unserer Arbeit im AStA und sehen es auch als Auftrag, erneut federführend einen AStA zu bilden. Darum haben wir beschlossen, uns zeitnah mit anderen Gruppen zu Sondierungsgesprächen zu treffen und freuen uns schon auf die anstehenden Aufgaben und die Möglichkeit, unsere Inhalte erneut im AStA und im Senat umzusetzen!

Eure Juso Hochschulgruppe Kassel & Witzenhausen
HSG

Wir machen das! – Hochschulwahl 2016

Auch in diesem Jahr finden wieder die Hochschulwahlen statt. Wir treten wieder sowohl für das Studierendenparlament als auch für den Senat an. Wie jedes Jahr haben wir wieder ein breit aufgestelltes Wahlprogramm das ihr hier in aller Ausführlichkeit lesen könnt.

Unsere Themen teilen sich auf folgende Schwerpunkte auf:

STUDIENBEDINGUNGEN – WIR MACHEN’S MIT LINKS!
SOZIALES – WIR MACHEN’S GERECHT!
BILDUNGSANGEBOTE – WIR MACHEN DAS!
STUDENTISCHE HILFSKRÄFTE STÄRKEN – WIR MACHEN’S FÜR DICH!
MOBILITÄT – WIR MACHEN’S MOBIL!
KULTUR – WIR MACHEN’S BUNT!
DIGITALES – WIR MACHEN’S DIGITAL!
ERFOLGE – WIR MACHEN DAS! 

Wenn ihr weitere Informationen, zu unserem Programm oder unserer bisherigen Arbeit erhalten wollt, dann schaut doch mal an unserem Wahlkampfstand auf dem Campus vorbei.

Und nicht vergessen, von 28.06. bis zum 30.06. wählen gehen und mit uns zusammen auch weiterhin für eine sozialgerechte Hochschule einstehen.

Wir machen`s für dich! – Studentische Hilfskräfte stärken

Studentische Hilfskräfte übernehmen viele wichtige Aufgaben im universitären Alltag. Doch immer wieder werden ihre Rechte eingeschränkt. Gehälter werden zu spät gezahlt, Urlaub nicht gewährt, Überstunden nicht vergütet, Kettenverträge geschlossen und Lohnfortzahlngen im Krankheitsfall nicht eingehalten. Unserer Meinung nach, darf das nicht sein!
Wir haben im letzten Jahr erreichen können, dass nun endlich eine Konfliktstelle für studentische Hilfskräfte eingerichtet wird.

Erhöhung der Gehälter:

Wir konnten uns 2010 durchsetzen, sodass 2011 die Gehälter der studentischen Hilfskräfte jeweils um 50 Cent angehoben werden. Dieser Erfolg ist nun fünf Jahre her und da es außer uns keine Hochschulgruppe gibt, welche sich für studentische Hilfskräfte einsetzt, wollen wir nach fünf Jahren uns wieder diesem Thema widmen. Deswegen werden wir uns im nächsten AStA dafür einsetzen, dass die Gehälter der Hilfskräfte auf jeder Stufe (ohne Abschluss/ mit ersten Abschluss und wissenschaftliche Hilfskräfte) jeweils um 50 Cent je Stunde aufgestockt werden. Langfristig wollen wir erreichen, dass die Gehaltsentwicklung der Hilfskräfte an die allgemeine Entwicklung der Löhne und Gehälter an der Universität gekoppelt werden.

Pünktliche Zahlung der Gehälter:

Gehälter müssen grundsätzlich pünktlich gezahlt werden! Um dies zu gewährleisten muss dauerhaft eine weitere Person in der Personalabteilung eingestellt werden. Wenn die Universität Gehälter verspätet auszahlt muss sie Verzugszinsen dafür zahlen! Genauso kann es nicht sein, dass Studierende mit Abschluss in einem Arbeitsverhältnis für Studierende ohne Abschluss stehen. Solche Vertragsabschlüsse müssen verboten werden! Niemand darf unterhalb seiner Qualifikation bezahlt werden! Deshalb setzen wir uns für die Erhöhung der Stundenlöhne ein. Denn hessenweit liegen die Stundenlöhne für studentische Hilfskräfte an der Universität Kassel im unteren Bereich.

Vertragslaufzeit:plakat_Studentische Hilfskräfte

Zur weiteren Entlastung der Personalabteilung müssen Verträge eine Mindestlaufzeit von vier Monaten haben! Kürzere Vertragslaufzeiten dürfen nur noch in gesonderten Ausnahmefällen wie z. B. Einführungswochen, Info-Desks oder der Abgeltung von Überstunden möglich sein!

Urlaub:

Der gesetzliche Urlaub muss an der gesamten Universität durchgesetzt werden! Die einfachste Lösung wäre hier eine offizielle Berechnung des Urlaubsanspruchs der im Arbeitsvertrag festgehalten wird. Bei Mehrfachverträgen sind von der Personalabteilung die Ansprüche gesondert an die Hilfskräfte auszugeben, da sich hier auch ein höherer Anspruch ergibt!

Arbeitsumfang:

Verträge sollen in Zukunft mindestens 20 Arbeitsstunden enthalten. Auch hier darf es nur in den bereits genannten Sonderfällen zu kürzeren Vertragsabschlüssen kommen!
Auslaufende Verträge: Das Zittern um die Verlängerung:
Nicht die Hilfskräfte sollten sich darum sorgen, ob ihr Vertrag verlängert wird oder ausläuft, sondern die Universität sollte sich um einen optimalen Mitteleinsatz kümmern. Die Pflicht zum Haushalten liegt bei der Uni, nicht bei den Studierenden!

Ausschreibungspflicht:

Neu zu besetzende Stellen für Hilfskräfte sollen grundsätzlich ausgeschrieben werden. So sollen alle Studierenden eine gerechte Chance auf eine Stelle als Hilfskraft erhalten!
Ausgenommen sollen lediglich die Stellen sein, bei denen ein bestehendes Arbeitsverhältnis verlängert wird.

Überstunden:

Bei vielen kommt es regelmäßig zu Überstunden. Manche HiWi´s überschreiten dabei häufig die 82 Stunden Grenze. Länger dürfen wir nach dem hessischen Hochschulgesetz nicht arbeiten, sonst verlieren wir unseren Studierendenstatus. Wir wollen, dass Überstunden jeglicher Art in Zukunft vergütet werden! Wenn Studierende mehr als 82 Stunden arbeiten, bleibt auch der rechtliche Anspruch auf die Vergütung bestehen. Daher verlangen wir, dass es ermöglicht wird, diese in den nächsten Monaten zu nehmen und ausgezahlt zu bekommen!

Frauenförderung:

Wir erwarten von der Universität, dass sie in Zukunft aktive Frauenförderung betreibt. Dies heißt für uns auch, dass geprüft wird, wie viele weibliche Hilfskräfte es je Fach gibt und ob diese mit dem prozentualen Anteil der Studentinnen übereinstimmt. Frauenförderung im Bereich der Hilfskräfte ist absolut wichtig um auch mehr Frauen für die Wissenschaft zu begeistern!

Wir machen’s mit links! – Für gute Studienbedingungen

der Kasseler Hochschulpolitik werden fortlaufend wichtige Entscheidungen getroffen, die Professor*innen, Mitarbeiter*innen und auch uns Studierende betreffen. Hier wird über euren Studienalltag entschieden. Um den selbst mitbestimmen zu können, engagiert sich die Juso-Hochschulgruppe für euch auf den verschiedensten Ebenen der akademischen Selbstverwaltung.

Mehr Räume zum lernen

Ein Großteil des Studiums nimmt das Selbstlernstudium ein. Doch wo sollen wir lernen? Wir haben uns bisher für mehr Transparenz über belegte Räume eingesetzt und fordern feste Räume zum Selbststudium. Deswegen wollen wir es den Studierenden ermöglichen über ein Portlet im neuen eCampus einen genauen Überblick zu erhalten wann welcher Raum zum Lernen zur Verfügung steht und diese selbst buchen können. Nur so können wir verantwortungsbewusst unser Studium selbst meistern!

Anwesenheitslisten vehement entgegen treten

Im letzten Semester sind vermehrt wieder Anwesenheitslisten aufgetaucht, obwohl diese verboten sind. Wir wollen uns aktiv zusammen mit den Fachschaften gegen dieses Problem stellen und das Verbot der Anwesenheitslisten konsequent durchsetzen. Didaktische Kompetenz braucht keine Anwesenheitspflicht!

Umbau Bibliothek

Die Bibliothek wird ab April 2015 umgebaut. Unser Ziel ist es in diesem Prozess aktiv mitzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass genug Arbeitsplätze für Studierende entstehen. Jeder Arbeitsplatz soll zudem über mindestens eine Steckdose verfügen. Wir wollen ein Mix aus Gruppen- und Einzelarbeitsplätzen entstehen lassen.

Individuelle Schwerpunkte ermöglichen

Den individuellen Schwerpunkt im Studium zu fi nden ist häufig nicht leicht. Wir möchten mehr Flexibilität im Studium indem auch abgeschlossene Module später gegen Zusatzleistungen ausgetauscht werden können. In einigen Studiengänge besteht diese Möglichkeit bereits. Wir wollen die universitätsweise Lösung!

Master für alle!Studienbedingungen

Vor knapp drei Jahren konnten wir die starren Master NC‘s abschaffen. So wurde eine der größten Hürden zum Master genommen. Doch mittlerweile werden von der Universität andere Zugangshürden aufgebaut, wie z.B. Studierfähigkeitstests. Wir wollen uns auch weiterhin für den Abbau solcher Zugangshürden einsetzen. Zudem wollen wir uns dafür einsetzen, dass dort wo Zugangshürden existieren, diese auch so gestaltet werden, dass auch jeder eine faire Chance erhält, den geforderten Leistungsnachweis zu bringen. Zudem fordern wir den Ausbau der Masterplätze. Es streben noch immer bis zu 69 Prozent der Studierenden einen Master an. Die Universität rechnet aber damit, dass 30 Prozent der Bachelorabsolventen einen Master machen wollen. Dies kann zur Stauung bei den Masterbewerbungen führen. Gerade in Fächern wie Psychologie und Wirtschaftspädagogik kann dies dazu führen, dass nicht jeder Studi einen Masterplatz kriegt.

Weniger Prüfungslast

Bisher gilt der Grundsatz von maximal 5 Prüfungsleistungen je Semester. Dies sind aber immer noch 30 Prüfungsleistungen im Bachelor. Und manche Studiengänge halten sich nicht einmal daran. Deswegen wollen wir uns auch in Zukunft für eine Verringerung der Prüfungslast in Studiengängen einsetzen. Unser Ziel ist es dabei nicht mehr als 4 benotete Prüfungsleistungen je Semester zu erreichen!

Mehr Online-Medien

Unsere Bücherei mag für viele gut genug sein, doch haben Verlage meist ein viel größeres Angebot als unsere Bücherei überhaupt fassen könnte. Aber es gibt Auswege: Verlage bieten Universitäten an, Zugänge zu ihren Webseiten zu kaufen und so den Studierenden kostenlosen Zugriff auf Publikationen zu geben – dies sogar von zu Hause aus. Deswegen wollen wir den Ausbau digitaler Medien vorantreiben!

Terminabstimmung verbessern

Insbesondere wenn die Studierende zwischen verschiedenen Standorten wechseln müssen, ist es nicht immer möglich alle Veranstaltungen zu besuchen. Dies liegt vor allem an der fehlenden Abstimmung zwischen den Standorten und Fachbereichen. Wir wollen in Zusammenarbeit mit den betroffenen Fachbereichen eine Lösung für die fehlende Terminabstimmung finden.

Wiederholungspflicht abschaffen

In einigen Studiengängen besteht eine Pfl icht dazu eine nicht bestandene Klausur sofort zu wiederholen sobald diese angeboten wird. Dabei wird keine Rücksicht auf das sonstige Lernpensum genommen. Dies ist für uns unverständlich, führt es doch nur zu einer höheren psychischen Belastung. Daher wollen wir diese Wiederholungspfl icht abschaffen um den Studierenden mehr Möglichkeiten zu geben ihr Studium individuell zu planen!

Verschiedene Prüfungsformen anbieten

Gute Lehre muss gefördert werden. Doch gute Lehre ist vielfältig. Für uns gehört neben einem besseren Betreuungsverhältnis und kleinen Veranstaltungen zu guter Lehre auch fl exible Prüfungsformen. Dabei könnten verschiedene Aufgaben bzw. Teilprüfungen über das Semester verteilt werden. Gerade bei solchen kleineren Aufgaben wäre es auch möglich verschiedene Prüfungsformen anzubieten. Alternativen zur Klausur erleichtern Lehre und Lernen!

Bibliothek Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Bibliothek am HoPla haben wir in den vergangenen Jahren erweitern können. Doch nun wollen wir auch an den Außenstandorten eine Verbesserung der Öffnungszeiten erreichen. Die Bibliotheken sollten dem Nutzerverhalten der Studierenden angepasst werden, sodass wir einen möglichst guten Service für alle Studierenden haben.

Verpflichtung Nachschreibetermine anzubieten

Viele Veranstaltungen werden nur einmal jährlich angeboten und daher oft auch nur eine Klausur. Wenn diese nicht bestanden wird, verlängert sich somit das Studium.Gerade wenn Module aufeinander aufbauen kann dies zu erheblichen Problemen führen. Mögliche Gefahren sind ein Ende des BAföG-Anspruchs oder ein Abbruch des Studiums. Deswegen wollen wir uns dafür einsetzen, dass bei jeder Veranstaltung ein zweiter Prüfungstermin im selben Semester angeboten wird. Dies würde auch die zeitliche Verteilung der Prüfungen verbessern!

Vierter Versuch und Anwesenheitslisten im Lehramt

In den letzten Jahren konnten wir viele Erfolge für Bachelor- und Masterstudierende erreichen. Auch die Schaffung der Strukturen zur Wahl einer Lehramtsfachschaft und die Begleitung der Wahl haben wir erreicht. Doch noch herrscht ein Ungleichgewicht zwischen BA/MA-Studierende und Lehramtsstudierenden. Deswegen werden wir uns einsetzen diese Ungerechtigkeit abzubauen. Wir wollen uns für einen vierten Versuch im Lehramt sowie die konsequente Abschaffung der Anwesenheitslisten, in Zusammenarbeit mit der Lehramtsfachschaft, einsetzen!

Teilzeitstudium

Es gibt viele Gründe ein Studium in Teilzeit abzuleisten, wie zum Beispiel die Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder die Finanzierung des Studiums. Bei einem Teilzeitstudium müssen nur die Hälfte der Studienleistungen pro Semester erbracht werden. Allerdings ist ein Teilzeitstudium nur möglich, sofern diese nicht zulassungsbeschränkt sind. Und genau hier liegt das Problem, denn an der Universität Kassel gibt es eben kaum nicht-zulassungsbeschränkte Studiengänge. Wir setzen uns dafür ein, dass die Universität grundsätzlich ein Teilzeitstudium gewährleisten muss!

Zivilklausel

Seit einiger Zeit ist in der Grundordnung der Universität Kassel eine Zivilklausel verankert. Diese sieht vor, dass Forschung und Entwicklung, Lehre und Studium an unserer Hochschule ausschließlich friedlichen und zivilen Zwecken dienen sollen. Für uns war es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen ethisch basierten Zielen für Lehre und Forschung sowie der Wahrung von Wissenschaftsfreiheit zu finden. Doch ein Kontrollgremium wurde nie eingeführt. Stattdessen ist es dem Präsidium und den Dekanaten überlassen, die Ziele und Zwecke zur friedlichen und zivilen Forschung zu definieren. Wir fordern eine gesetzlich verankerte Zivilklausel und die Einführung eines demokratisch legitimierten Kontrollgremiums welches drittelparitätisch besetzt ist.

Drittelparität in allen Gremien!

Die Studierenden sind mit über 24.000 immatrikulierten die größte Statusgruppe an der Universität. In den hochschulpolitischen Gremien werden die wichtigsten Entscheidungen über unseren Hochschulalltag getroffen, deshalb fordern wir die Drittelparität in jedem Gremium. Zurzeit haben die Professor*innen in allen Gremien die absolute Mehrheit. Dies entspricht nicht unserem Verständnis von einer demokratischen Hochschule! Langfristig sollen die Statusgruppen abgeschafft werden, denn nur so können Entscheidungsprozesse gerechter und demokratischer gestaltet werden.homepage

Politische Partizipation stärken

Die Demokratie lebt vom Mitmachen. Viele Studierende engagieren sich hochschulpolitisch um die Studiensituation für alle zu verbessern, sie setzen sich in vielen Gremien für euch ein. Ehrenamtliche Arbeit muss als Teil des Studiums gewürdigt und grundsätzlich angerechnet werden. Doch auch um produktiv arbeiten und euch in den Gremien der Fachbereiche vertreten zu können, muss die Universität jeder Fachschaft einen Arbeitsraum zugestehen und den Gremiennachmittag ausweiten an dem keine Veranstaltungen stattfinden dürfen. Wir fordern eine ausreichende Finanzierung für alle Fachschaftsräte. Durch die Ausarbeitung einer neuen Finanzordnung, haben unsere Vertreter*innen im AStA den Fachschaftsräten höhere und dynamische finanzielle Mittel bereit gestellt. Denn ihre ehrenamtliche Gremienarbeit ist eine essentielle Säule innerhalb der akademischen Selbstverwaltung der Universität und muss auch als solche gewürdigt werden, dafür setzen wir uns weiterhin ein!

Transparenz bei Drittmitteln

An allen Hochschulen wurde in den letzten Jahren ein immer stärker herrschender Wettbewerb eingeführt. Bei diesem Wettbewerb geht es um die sogenannten Drittmittel, also um externe Forschungsfinanzierung, die weder vom Etat der Hochschule (Erstmittel), noch vom zuständigen Ministerium (Zweitmittel) bezuschusst werden. Hierbei stellen wir uns insbesondere die Frage, wie sich die wachsende Konkurrenz um diese Drittmittel auf die Freiheit der Forschung und Lehre auswirken wird. Denn bei der Veröffentlichung von Drittmitteln herrscht kaum Transparenz. Obwohl die Gelder zur Finanzierung der Hochschulen verwendet werden, gibt es weder genaue Informationen über die Geldgeber noch worüber geforscht wird. Wir fordern eine solide Grundfinanzierung unserer Hochschule und weniger Drittmittel-Forschung!

Prüfungsbedingungen verbessert

Unsere Vertreter*innen im AStA und im Senat haben einige wichtige Änderungen in den Allgemeinen Bestimmungen für BA/MA erreicht. Seit dem 1. April 2016 könnt ihr euch bis zum Tag vor einer schriftlichen Prüfung von eben diese
r abmelden, hierfür ist kein ärztliches Attest nötig. Des Weiteren müssen Hilfsmittel für schriftliche Prüfungen vier Wochen vor der Prüfung bekanntgegeben werden, mit diesen Informationen könnt ihr euch frühzeitig auf anstehende Prüfungen vorbereiten. Außerdem müssen euch die Ergebnisse von Modulprüfungen jetzt mindestens 14 Tage vor der Widerholungsprüfung bekanntgegeben werden. Dies gewährleistet, dass ihr ausreichend Zeit habt euch auf eine Wiederholungsprüfung vorzubereiten. Wir haben Fristen zur Wiederholung von Prüfungen abgeschafft und eine verpflichtende Einsicht in die vollständigen Prüfungsunterlagen und didaktische Einsicht die 30 Minuten nicht unterschreiten darf

Wir machen’s gerecht! – Für ein soziales Miteinander

Der Bereich Soziales ist seit vielen Jahren einer unserer Schwerpunkte. Im Rahmen unserer Arbeit in diesem Feld konnten unsere VertreterInnen im AStA die unterschiedlichsten sozialen Projekte durchsetzen. Bisher haben wir erfolgreich eine Prüfungsrechts- und eine Steuerberatung geschaffen, den Notfond für Studierende in finanziellen Schwierigkeiten aufgestockt, die Barrierefreiheit in den Mensen verbessert und das Freiessen für Studierende in Notsituationen vorangetrieben um nur einige Beispiele zu nennen. Wir setzen uns auch weiterhin für die Weiterführung und den Erhalt sozialer Projekte ein. Punkte für die wir uns in der folgenden Legislatur einsetzen wollen und für die wir uns weiterhin einsetzen werden sind:

Interkulturalität fördern – Universität für Geflüchtete

Interkulturalität

Interkulturalität muss auf unterschiedliche Art und Weise an der Universität Kassel gewährleistet sein. Wir haben in diesem Zusammenhang vier Forderungen:

  1. Die Angebote für internationales Studieren, ausgehend von der Universität Kassel müssen erhalten bleiben und weiterhin ausgebaut werden.
  2. Internationale Studierende müssen an der Universität Kassel die bestmögliche Unterstützung erhalten.
  3. Die Willkommenskultur der Studierenden und der Mitarbeiter der Universität muss erhalten bleiben und ausgebaut werden.

Möglichkeiten der Vernetzung zwischen Studierenden aus dem Aus- und Inland müssen geschaffen werden.
Bereits in den letzten Jahren haben unsere Vertreterinnen im AStA durch enge Zusammenarbeit mit der Internationalen Studierendenvertretung, der Ausländischen Studierendenvertretung, dem Welcome-Center und anderen Einrichtungen an diesem Thema gearbeitet. Diese gute Zusammenarbeit soll weitergeführt werden.

Universität für Geflüchtete

Auch von Seiten der Verfassten Studierendenschaft und der Universität ist es wichtig die derzeitig schwierige Situation der geflüchteten Menschen in Deutschland und speziell in Kassel nicht wortlos hinzunehmen, sondern aktiv an Projekten zur Einbindungen dieser Menschen zu arbeiten. Unsere VertreterInnen im AStA haben bereits im letzten Jahr eine Kleidersammlung für Geflüchtete organisiert und am Projekt „Integration durch Vernetzung“ mitgearbeitet. Auch in Zukunft setzen wir uns für eine Öffnung der Universität für Geflüchtete ein, was die Schaffung von kostenlosen Deutschkursen und die Kooperation mit der Kiron-University, ein Projekt, bei dem Geflüchtete kostenlos und unbürokratisch Online-Kurse verschiedener Universitäten nutzen könne, beinhaltet.

Mehr Wohnraum!

Wohnraumsituation verbessernSoziales

Fast alle Studierenden standen zu Beginn ihres Studiums vor demselben Problem. Eine Wohnung in Kassel muss her, doch Wohnraum ist knapp und daher heiß begehrt. Nachdem man tagelang von WG-Casting zu WG-Casting gehetzt ist, hat man neben der Lust an der Wohnraumsuche, auch die Lust aufs Studieren verloren. Doch das muss nicht sein. Wir fordern mehr bezahlbaren Wohnraum für Alle! Bereits in den letzten Jahren haben unsere VertreterInnen im AStA, in Kooperation mit Wohnungsbaugenossenschaften und einem bekannten Internetportal die Wohnraumbörse organisiert und damit eine Alternative zur ausufernden Internettrecherche und überlaufenen WG-Castings geschaffen. Weiterhin konnten wir im vergangenen Jahr das Projekt „Wohnen für Hilfe“ sowohl in Kassel, als auch in Witzenhausen etablieren und hatten die Möglichkeit, eine Stellungnahme zur Novellierung des hessischen Wohnraumförderungsgesetzes abzugeben, wo wir unsere Forderungen bekräftigen konnten. Wir setzen uns für den Erhalt und den Ausbau des „Wohnen für Hilfe“-Projekts und weiterer Aktionen des AStA wie beispielsweise der Wohnraumbörse ein.

Für rosige Zeiten in den Studierndenwohnheimen

Die Wohnungen in den Studierendenwohnheimen sind heiß begehrt, doch Probleme sind nicht selten. Vereinzelt gibt es zwar TutorInnen, die man bei Problemen kontaktieren kann, doch ist das noch nicht in allen Wohnheimen der Fall. Wenn Reparaturen anstehen, wissen viele Studierende nicht wohin man sich wenden kann und die Zuständigkeiten von Seiten des Studentenwerks (im Text fortan „Studierendenwerk“ genannt)sind nicht klar. Wir setzen uns für gute Wohnbedingungen in den Wohnheimen ein und fordern bessere Kommunikationswege zwischen Studierenden und dem Studierendenwerk, die Schaffung von Vernetzungsmöglichkeiten der Studierenden in den Wohnheimen untereinander und eine aktive Einbindung der Studierenden in die Gestaltung der Wohnheime.

Mehr Mensa für Alle, auch am Wochenende!

Mensa muss bezahlbar bleiben

Wir kämpfen dafür, dass das Mensaessen bezahlbar bleibt. Das ist nicht einfach, sind doch einerseits die Zuschüsse des Landes in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen. Auf der anderen Seite ist die Qualität der Speisen in allen Studierendenwerken und auch bei uns gestiegen. Auch haben wir ein Interesse daran, dass die studentischen wie nicht-studentischen Mitarbeiter*innen des Studierendenwerkes gut bezahlt werden. Bei der letzten Preiserhöhung konnten wir dafür sorgen, dass weitere Anpassungen der Mensapreise nicht zu Lasten der Studierenden ausfallen. Auch konnten wir mit der Schaffung einer Salatbar an der Ing.-Schule eines unserer Wahl-versprechen erfüllen. Auch für die Zukunft setzen wir uns für eine Preisstabilität in allen Mensastandorten ein.

Mensen auch am Wochenende

Auch am Wochenende ist die Universität ein stark besuchter Ort. Neben Blockseminaren, die am Wochenende stattfinden, gehen viele Studierende auch in die Bibliothek zum Lernen, oder Treffen sich für Gruppenarbeiten auf dem Campus. Daher setzen wir uns für Wochenendversorgung in den Mensen an allen Standorten der Universität ein. Durch unsere VerteterInnen im Verwaltungsrat haben wir eine Öffnung des K10 am Samstag erwirken können. Dieses Angebot ist gut, jedoch noch sehr exklusiv, da alle anderen Mensen bisher keine Wochenendversorgung anbieten. Das wollen wir ändern, so dass auch an anderen Standorten wie in Witzenhausen, am AVZ, usw. eine Wochenendversorgung geschaffen wird.

Kostenlose (Rechts-)Beratungsangebote für Studierende

Studieren bedeutet für die Meisten nicht nur eigenverantwortlich und selbständig zu lernen, sondern auch das Studium und das Leben zu organisieren. Doch viele Prüfungs-, Miets- und Sozialrechtsfragen können nicht einfach beantwortet werden. Deswegen haben wir bereits im vergangenen Jahr das Beratungsangebot im AStA durch die Einführung einer Steuerberatung und einer Prüfungsrechtsberatung ausgebaut. Ein weiterer Bereich, den wir in der nächsten Legislaturperiode angehen wollen, ist die Einrichtung einer Mietrechtsberatung, die, wie alle Beratungsangebote im AStA selbstverständlich für Studierende kostenlos sein wird. Auch eine unabhängige, kompetente BAföG Beratung, die Euch von einfachen Widersprüchen bis zu verwaltungsrechtlichen Klagen gegen das Studierendenwerk begleitet, wird es mit uns im AStA weiterhin geben.

Studieren mit Kind – Betreuungsangebot

Studieren mit Kind ist eine organisatorische Meisterleistung. An der Universität Kassel, die sich gerne als besonders familienfreundlich bezeichnet, gibt es an vielen Stellen noch Nachholbedarf. Ein Beispiel ist dabei die noch lückenhafte Betreuung außerhalb der Kernzeiten. Wir fordern ein vielfältiges und umfassendes Betreuungsangebot für Studierende mit Kindern. Bereits in den letzten Jahren haben unsere Vertreterinnen im AStA, gemeinsam mit den ReferentInnen des Autonomen Elternreferats (AER) durch Veranstaltungen wie dem Family-Welcome-Day und durch Mitarbeit am Runden Tisch „Familienfreundliche Universität“ die Möglichkeiten bezüglich der Betreuung verbessert und uns für eine Verbreiterung des Betreuungsangebots auch außerhalb der Kernzeiten eingesetzt. Diesen Forderungen werden wir auch in Zukunft nachkommen und damit die Familienfreundlichkeit der Universität erhalten und steigern. Dazu gehört für uns auch ein Ausbau von Still-, Wickel,- und Eltern-Kind Räumen sowie die verstärkte Videoaufzeichnung von Vorlesungen außerhalb der Kernbetreuungszeiten. Elternschaft während des Studiums darf keine Barriere sein!

Studienfinanzierung

Die Frage nach der Finanzierung darf das Studium nicht einschränken, be- oder sogar verhindern. Daher setzen wir uns für gerechte Finanzierungsmöglichkeiten für Alle ein. Dazu gehört Unterstützung von staatlicher Seite, was auch einen BaföG-Satz in Höhe des Existenzminimums bedeuten muss, aber auch Hilfestellung für Studierende in finanziell schwierigen Situationen vor Ort. Unsere VertreterInnen im AStA haben in der letzten Legislatur den Notfond, den der AStA gemeinsame mit dem Studierendenwerkstellt aufgestockt und eine Klage auf den Weg gebracht, die zum Ziel hat, Studierenden die aus sozialen Berufen kommen eine BAföG Förderung zu ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt der AStA aufunsere Initiative hin die Klage eines Studenten aus Gießen, der die Erhöhung des BaföG auf das vom Bundesverfassungsgericht festgesetzte Existenzminimum fordert. Für die Zukunft setzen wir uns für finanzielle Entlastungen für Studierenden ein.

Barrierefreiheit

Die Zeit ist knapp, die nächste Veranstaltung ruft, doch der Weg über den Campus ist nicht leicht. Baustellen, Kopfsteinpflaster, zugeparkte Wege, unzureichende Beschilderungen, verschlossene Türen, verschlossene Toiletten und vieles mehr erschweren für Alle, und besonders für Studierende mit körperlichen Beeinträchtigungen den Campusbesuch. Zuhause geht es dann gleich weiter, Moodle funktioniert nicht, die Inhalte der Homepage werden nicht richtig angezeigt und Links verweisen auf Seiten, die nicht mehr existieren. All das sind Barrieren, die das Studium indirekt, aber auch direkt erschweren. Aus diesem Grund setzen wir uns für eine barrierefreie Gestaltung aller Standorte der Universität, als auch aller Einrichtungen des Studierendenwerks und der Bibliothek ein. Darüber hinaus müssen auch die Zugänge zu Lernmaterial und wichtigen Informationen über die Internetpräsenzen der Universität, des Studierendenwerkes und der Bibliothek barrierefrei gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns auch für die Schaffung einer unbefristeten Vollzeitstelle für die “Servicestelle barrierefreie Lehrmaterialien” ein.homepage

Freies Mensaessen für Studierende in kurzfristigen Notlagen

Für viele Studierende stellt das Studium noch immer eine finanzielle Belastung dar. Da wird es selbst beim Einkauf von Lebensmitteln schon mal knapp. Um Studierende in solchen Momenten nicht alleine stehen zu lassen, haben wir bereits vor zwei Jahren ein Konzept für Freiessen in der Mensa entwickelt. Nach längeren Verhandlungen mit dem Studierendenwerk, steht das Freiessen für Studierende in finanziellen Notsituationen nun kurz vor der Einführung. Die Leistung wird nach einem unbürokratischen Antrag im persönlichen Gespräch mit der AStA-Sozialberatung oder dem Studierendenwerk gewährt. Wir setzen uns weiterhin für eine Durchsetzung dieses Konzepts an allen Mensastandorten ein.

Rückzugsorte auf dem Campus

Der Pavillon ist ständig überfüllt, der Lucius-Burkhardt-Platz verschandelt und die Wiese vor der Mensa wurde zurück gedrängt. Mittlerweile haben wir nur noch wenige Rückzugsorte zwischen unseren Veranstaltungen. Diesem Trend muss entgegen gewirkt werden. Deswegen werden wir uns nicht nur für die begegnungsfreundliche und partizipative Wiederherstellung des Lucius-Burkhard-Platzes einsetzen, sondern auch in der weiteren Außen- und Innengestaltung darauf hinwirken, dass Ruheorte für Studierende eingeplant werden. Dies gilt für den Ausbau von Grünanalagen im Außenbereich mit entsprechender Bestuhlung und Tischen wie auch für Ruhe- und Lernräume in den Gebäuden der Universität. Unsere Leitlinie wird in allen Belangen die Universität als Lern- und Lebensort für alle sein.

Universität als Lebensraum

Die Universität stellt für viele Studierende nicht nur eine reine Lernfabrik dar, sondernauch einen Ort an dem man kulturelle Angebote nutzen, interessante Menschen unterschiedlicher Nationalität kennen lernen und sich auch abseits des vorgeschriebenen Stundenplanes weiterbilden und einbringen kann. Der Campus der Uni Kassel wird erst durch die zahlreichen studentischen Initiativen mit Leben gefüllt, die sich für humanitäre, ökologische und politische Ziele einsetzen. Wir setzen uns für den Erhaltung dieses Lebensraums am Campus ein und fordern die Unterstützung studentischer Kultur und studentischer Initiativen von Seiten der Universität und dem Studierendenwerk. Zur Vernetzung der unterschiedlichen studentischen Initiativen haben wir zu Beginn des Wintersemesters den “Markt der Möglichkeiten” organisiert. Im prall gefüllten Foyer des Campuscenter konnten sich neue und alte Studis der Uni Kassel über zahlreiche Initiativen informieren und auch selbst ein Teil davon werden und so zu einem bunten und lebendigen Campus beitragen. Außerdem haben wir im Haushalt des AStA einen Posten zur finanziellen Unterstützung von studentischen Initiativen geschaffen und den Beirat „Politische Bildung“ geschaffen.

Soziale Projekte

Soziale Projekte eigenen sich sehr gut zur Vernetzung, Interessensbündelung und Durchsetzung von Zielen und Ideen, auch über den Campus hinaus. Bereits in den letzten Jahren konnten unsere VertreterInnen im AStA verschiedene Projekte, wie beispielsweise das Wohnprojekt „Wohnen für Hilfe“ oder auch das Vernetzungsprojekt für Studierenden und Geflüchteten „Integration durch Vernetzung“ durchführen. Ein weiteres Beispiel ist der „Kennenlerntisch“, den unser Vertreter im Verwaltungsrat des Studierendenwerkes in der Zentralmensa als ersten Testlauf startete. Auch in Zukunft muss eine enge Zusammenarbeit zwischen Studentischer-Vertretung, Universität, Studierendenwerk und externe Organisationen zur Durchführung sozialer Projekte gefördert werden und erhalten bleiben. Aber auch Projekte wie Foodsharing und Viva con aqua finden mit uns im AStA immer ein offenes Ohr und tatkräftige Unterstützung bei ihren Vorhaben.

Auch für all das brauchen wir unseren Dachverb
and!

Für uns hört Hochschulpolitik nicht an den Toren der Uni auf. Wir Jusos stehen hinter dem studentischen Dachverband FZS e.V. (freier zusammenschluss von studentInnenschaften e.V.) und nutzen die Möglichkeit, uns dort mit anderen Sozialreferaten über unsere Arbeit auszutauschen und nehmen von Veranstaltungen wie dem “Bundeskongress studentischer Sozialpolitik” immer wieder tolle Ideen für die Arbeit in der Kasseler Studierendenschaft mit. Auch die Mitarbeiter*innen der studentischen Bafög- und Sozialberatung haben durch die Mitgliedschaft in unserem Dachverband die Möglichkeit, durch Schulungen und Seminare noch bessere Beratungsarbeit zu leisten. Wir wollen weiterhin Mitglied in diesem Verband bleiben und die Vernetzung in diesen Strukturen für eine kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeit und sozialen Angebote vor Ort nutzen. Für eine genaue Beschreibung des fzs, siehe den Text „Für den Blick über den Tellerrand“ in dieser Ausgabe.

Wir machen’s mobil – Für eine gute studentische Mobilität

Zu wenig ist aus unserer Sicht im Bereich Mobilität passiert. Viele Themen, wie das hessenweite Semesterticket, sind lange liegen geblieben. Anderes, wie das Lastenfahrrad, wurde neu initiiert, jedoch zu wenig beworben. Es gibt also viele drängende Probleme, die angegangen werden müssen. Deswegen wollen wir uns in Zukunft im AStA für ein besseres studentisches Mobilitätsangebot einsetzen.

KVG Netzreform – für einen zukunftsfähigen ÖPNV in Kassel

Die Liniennetzreform in Kassel ist seit Monaten ein großes Thema in Kassel. Wir sehen in den bisherigen Vorschlägen viele negative Folgen für Studierende. So sprechen wir uns klar gegen die Streichung der Buslinie 12 als auch gegen den Einsatz von Anruf-Sammel-Taxen als Ersatz für Buslinien aus. Zudem ist die lange Taktung insbesondere an den Wochenenden, an denen häufig Blockseminare stattfinden, so nicht hinnehmbar. Aufgrund der umfassenden Bürgereingaben im letzten Jahr konnte ein Teil der Einsparungen verhindert werden. Seit kurzem ist der neue Plan des Netzreform veröffentlicht worden, in welchem unsere Kritikpunkte bisher nicht hinreichend beachtet worden. Deswegen werden wir uns im nächsten AStA gegen die Planung der KVG einsetzen und wollen uns gemeinsam mit anderen Akteuren für einen zukunftsfähigen ÖPNV einsetzen. Dabei werden wir auf die Beibehaltung aller wichtigen Linien für Studierende bestehen.

Verkehrsentwicklungsplan zügig umsetzen!

Wir wollen uns für eine konsequente Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) in Kassel einsetzen, denn dieser sieht erhebliche Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur vor. So sollen in der gesamten Stadt die Fahrradwege ausgebaut und Fahrradstraßen eingeführt werden sowie die Haltestelle am Holländischen Platz zukunftstauglich umgebaut werden. Im VEP ist auch der Ausbau der Konrad-Netzes erhalten, welches für uns Priorität hat.

Konrad dauerhaft erhalten

Konrad ist für uns Studierende eine Erfolgsgeschichte, insbesondere weil wir seit dem Beginn 2011 Partner des Unternehmens sind. Seit dieser Zeit wurde jedoch der studentische Beitrag zu Konrad von 1,50 Euro auf 3 Euro angehoben. Nach dem Verkauf durch die Stadt Kassel an die Deutsche Bahn hat sich wenig getan. Konrad läuft immer noch defizitär mit bis zu 200.000 Euro im Jahr. Die Bahn bemüht sich aus unserer Sicht nicht ausreichend um neue Kooperationspartner und der Ausbau des Netzes kommt nicht voran. Seit kurzem wurde von Seiten der Stadt und der DB auch eine weitere Erhöhung des Beitrages der Studierenden ins Gespräch gebracht, um die Kosten zu decken. Wir wollen das System unbedingt erhalten, stellen uns aber klar gegen eine einseitige Erhöhung für die Studierenden und bestehen auf einen weiteren Ausbau des Netzes. Dieser muss verstetigt werden, damit sich die Attraktivität des Systems erhöht.

Das hessenweite Semesterticket

Die Erweiterung des Semestertickets um das RMV-Gebiet beschäftigt die Studierendenschaft seit über fünf Jahren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzten sich der RMV mit dem AStA der Universität Kassel zu Verhandlungen zusammen, bei denen ein Angebotspreis berechnet wurde, der 70 Euro je Studierenden und Semester betragen sollte. Leider hat sich der RMV auf weitere Verhandlungen nicht mehr eingelassen. Aus unserer Sicht wurde sich darum in den letzten beiden Legislaturen auch nur wenig bemüht. Deswegen haben wir nun nach zwei Jahren Stillstand in diesen Verhandlungen eine Reißleine ziehen wollen und darauf bestanden, dass das vorgelegte Angebot aktualisiert und euch in einer Urabstimmung zur Wahl vorgelegt wird. Auf diese Weise wird ein möglichst breites Bild der Studierendenschaft zur Frage der RMV-Erweiterung zu diesem Preis abgebildet. Dies ist uns besonders wichtig, damit nicht über eure Köpfe hinweg eine Erhöhung des Semesterbeitrags um bis zu 25 Prozent festgelegt wird.

Carsharing für Studierende

Wir setzen und für eine nachhaltige Mobilität ein und wollen, dass neben den bestehenden Carsharing-Angeboten des AStA weitere Möglichkeiten für Studierende umgesetzt werden. Hierzu gehört auch, dass bei jedem Studentenwohnheim ein Carsharing-Mobil zur Verfügung steht. Die Angebote sollen zudem kostengünstig für Studierende sein, wie beispielsweise der von uns 2013 ausgehandelte Vertrag mit StattAuto. Dort können sich Studis kostenlos anmelden und müssen nur die Nutzungsgebühr zahlen.

Mit dem E-Bike ins Grüne

In den letzten Jahren ist in Nordhessen ein großes Netz von Elektro-Fahrrad-Verleihern entstanden. Diese haben sich im dem Projekt FREE zusammengeschlossen und bieten ein unkompliziertes Verleihsystem an. Wir sehen dieses Netzwerk als Chance für Studierende in Kassel und Witzenhausen die nordhessische Landschaft mit ihren Städten, Flüssen und Seen kennen zu lernen. Leider sind die Ausleihgebühren jedoch sehr hoch für Einzelpersonen (bis zu 50 Euro am Tag). Daher wollen wir im nächsten AStA prüfen, inwiefern eine Kooperation mit dem Netzwerk möglich wäre, um Studierenden ein möglichst günstiges Angebot zu bieten. So wäre eine gemeinsame Radtour mit dem E-Bike eine gute Möglichkeit mit den Freunden Nordhessen zu erkunden und den Sommer zu genießen.
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Fernbusse im Semesterticket?

Als 2013 die Fernbusse eingeführt wurden, haben wir das erste Mal bei den Unternehmen für Kooperationen angefragt. Leider hatten die Unternehmen damals kein Interesse. Seitdem hat sich der Markt für Fernbusse konsolidiert. Deswegen wollen wir in der nächsten Legislaturperiode erneut versuchen Kooperationen mit Fernbusunternehmen einzugehen. Mit einer solchen Erweiterung des Semestertickets könnten wir längere Strecken in Deutschland zurücklegen. Doch letztlich kommt es für uns wie bei allen Angeboten auf den Preis an und was ihr als Studierenden dazu sagt. Denn für uns gilt: Jede Semesterticketerweiterung soll von euch abgestimmt werden!

Unfallfrei durch die Moritzstraße

Mit dem Ausbau den Nordcampus wird die Moritzstraße direkt durch den Campus verlaufen. Dabei werden täglich tausende Studierende diese Straße überqueren, während die Autofahrer diese Straße teilweise durchrasen. Damit wir in Zukunft dort keinen Unfall erleben werden, wollen wir uns schon heute für eine Moritzstraße einsetzen, welche zu einer verkehrsberuhigten Zone werden soll.

Parkplätze um den Campus herum

Viele Studierende pendeln immer noch mit dem Auto zur Uni. Insbesondere für Personen aus den Randgebieten des Landkreises ist es daher notwendig Parkplätze in Campusnähe zu haben. Bei den Planungen werden jedoch meist nur Plätze für die Universitätsmitarbeiter bedacht. Deswegen wollen wir uns in Zukunft gegenüber der Universitätsleitung und der Stadt Kassel dafür einsetzen, dass mehr Parkplätze für Studierende geschaffen werden.

Das Lastenfahrrad des AStA

In der letzten Legislaturperiode wurde ein Lastenfahrrad im AStA eingeführt. Das Fahrrad soll für kleinere Transporte für uns Studierende und auch für den AStA zum Ausleihen zur Verfügung gestellt werden. Doch es kann nicht sein, dass das Fahrrad angeschafft wurde und der AStA dies nicht in angemessener Weise bewirbt. Wir setzen uns für ein ausgereiftes Konzept zur Nutzung dieses Fahrrads ein und wollen auf dieses Angebot stärker aufmerksam machen, so dass alle Studierenden, die sich auch bei größeren Einkäufen oder Erledigungen gerne CO2-neutral und umweltfreundlich bewegen möchten, diese Möglichkeit zu nutzen wissen.

Fahrradständer auf dem Campus

Immer mehr Studierende sind mit dem Fahrrad in Kassel unterwegs, doch Fahrradständer waren und sind nach wie vor an der Uni Mangelware. Die Universität hat nach Jahren auf die Kritik des AStA reagiert und erste Verbesserungen durchgeführt. Doch insbesondere mit der Erweiterung des Nordcampus müssen neue Abstellplätze eingeführt werden. Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, dass am Hörsaal-Campus-Center, beim neuen studentischen Lernzentrum und auf dem entstehenden Nordcampus ausreichend Stellplätze für Fahrräder integriert werden. Diese sollen unserer Ansicht nach überdacht werden, damit auch bei kurzen Regen noch auf einem trockenen Fahrrad gefahren werden kann.

Wir machen’s bunt! – Für eine vielfältige studentische Kultur

In Kassel geht es allein schon topographisch bedingt stetig bergauf und bergab. Aber auch die Stadt an sich bewegt sich in einem ständigen Hin und Her: in der einen Woche aufstrebende Provinz-metropole mit Flughafen und weltweiter touristischer Strahlweite, in der nächsten Woche Dorf mit Straßenbahn.

Auch der Kulturbereich macht hierbei keine Ausnahme. Kassel versteht sich selbst als Stadt der Kunst und Kultur mit den Parkanlagen und Schlössern, den vielen Museen, sowie alle fünf Jahre mit der documenta. Die Hochkultur wird also ganz groß geschrieben. Doch was ist dagegen mit der Subkultur? Sie scheint zunehmend verdrängt zu werden! Kultureller Freiraum wird immer knapper. Gentrifizierung ist so hässlich, wie es klingt. Karoshi, Batterie, das Haus – alle mussten raus. Das aktuellste der traurigen Beispiele ist das UNTEN. Vor allem der Jugendkultur wird damit der Nährboden geraubt. Jugend hat keine Lobby. Progressivität hat keine Tradition. Und draußen in Bettenhausen verrottet mit der Salzmann-Fabrik ein wunderschönes und imposantes Stück Architektur, das genügen Platz für kulturelle Entfaltung bieten könnte.

Wenn man an der Universität Kassel studiert, dann lebt man zumeist auch in Kassel und zum Leben gehört einfach auch Kultur. Durch unsere Arbeit wollen wir dafür sorgen, dass die Teilhabe sowohl an Hochkultur als auch an Subkultur für die Studierenden der Universität Kassel möglich ist und bleibt.

Im Hinblick auf die sogenannte Hochkultur haben wir dies durch die von uns im AStA initiierte Einführung des Kulturtickets erreicht. Es funktioniert als Solidarmodell. Für 3,04€ pro Semester können kulturelle Angebote von aktuell 14 Kooperationspartner wahrgenommen werden. Dazu gehören freier Eintritt ins Theater und Varieté (Staatstheater, Komödie, Starclub, Theater im Centrum, Wehlheider Hoftheater, Theater am Fluss), zu Ausstellungen (Caricatura, Museums-landschaft Hessen Kassel, Museum für Sepulkralkultur, Kunsthalle Fridericianum, Regionalmuseum Wolfhager Land), für alle Kulturveranstaltungen der Stadt Korbach, sowie Freikarten vom Mr. Wilson Skateboardverein. Über die genauen Modalitäten informiert der AStA. Das Kulturticket wurde sowohl von Seiten der Studierenden als auch von Seiten der Kulturträger sehr gut angenommen, so dass wir weiter am Ausbau zu fairen Konditionen für euch arbeiten.

KulturMit dem Kulturzentrum K19 leistet der A
StA der Universität Kassel einen großen und in letzter Zeit immer wichtiger werdenden Beitrag zum Erhalt der Subkulturen in Kassel. Viele Konzerte, Partys, Poetry-Slams und Lesungen wären ohne diese Räumlichkeit kaum möglich. In den vergangenen Jahren haben wir die Technik im K19 erneuert und ausgebaut, damit kulturelle Veranstaltungen ohne viel Aufwand und mit geringen Kosten durchführbar sind. Wir setzen uns dafür ein, dass Studierende der Uni Kassel mit geringem Risiko selbst kulturell aktiv werden können und mithilfe des Kulturreferats eigene Konzepte und Ideen im K19 umsetzen können. Durch den ständigen Austausch mit aufstrebenden Künstler*innen und Bands wollen wir ein buntes kulturelles Angebot schaffen, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist und bei dem auch Partys der unterschiedlichsten Genres nicht zu kurz kommen. Dabei stehen wir für günstige, sozialverträgliche Eintrittspreise, sowie eine freundliche Party-Willkommens-Kultur. Kein Mensch tanzt illegal.

Momentan leidet das Kulturzentrum K19 extrem unter den Baumaßnahmen zur Nord-Erweiterung des Campus, in dessen Zuge es auch in das neue Studierendenhaus umziehen wird. Wir setzen unser Augenmerk auf die gründliche Planung der neuen Veranstaltungsstätte, sowie auf einen nahtlosen Übergang beim Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Für die verbleibenden Jahre am jetzigen Standort fordern wir dringend einen barrierefreien Zugang zum K19, da niemand aufgrund körperlicher Nachteile an kultureller Partizipation gehindert werden darf.